Für viele Berufe, die unter die so genannte Freiberuflichkeit fallen, gibt es keine festgeschriebenen Ausbildungswege.
Ein Wissenschaftler zum Beispiel kann sehr gut als Wissenschaftslektor auf seinem Gebiet arbeiten, die sprachlichen Kenntnisse kann er sich in Weiterbildungen erwerben, das fachliche Wissen ist schließlich bereits vorhanden.
Ebenso gut kann ein Journalist als Lektor, Korrektor oder Werbetexter arbeiten. Häufig ist es aber so, dass ein Abschluss der Kommunikationswissenschaften, der Politik, der Sprachwissenschaften oder der Journalistik als Voraussetzung für eine Trainee-Stelle gelten, die wiederum Voraussetzung für ein Engagement im Medienbereich ist.

Allerdings gilt auch, wer in die Werbung gehen möchte, der sollte lieber versuchen, sich in der Praxis einen Namen zu machen, hier sind häufig junge Bewerber gefragt.
In der Regel ist hier Talent mehr gefragt als eine bilderbuchmäßige Ausbildung. Für Übersetzer aber gilt wiederum, dass sie entweder Muttersprachler sein sollten oder ein intensives Studium der jeweiligen Sprache, am besten verbunden mit praktischer Erfahrung, vorweisen können sollten, wenn sie Aufträge als Freiberufler bekommen wollen.
Verschiedene Aus- und Weiterbildungen sind nebenberuflich an Akademien und in Volkshochschulen möglich, gerade solche, die sich mit der Anwendung von Software-Programmen befassen oder die Strategien für das Marketing eines eigenen Unternehmens vermitteln sollen.
Für Lektoren, Korrektoren, Werbelektoren oder andere Freiberufler dieser Richtung hat die Akademie des Deutschen Buchhandels regelmäßig Weiterbildungsangebote parat.
Andere Anlaufstellen sind KOBRA, die Berufsberatung für Frauen, hier das Orientierungsseminar Freies Lektorat in Berlin, oder die Verlegerverbände der Bundesländer. Auch direkt über Berufsverbände sind Weiterbildungen für Freiberufler möglich.
Wichtig ist, dass der Lektor sich regelmäßig über Neuerungen informiert und die für seine Berufsrichtung notwendigen Kenntnisse durch Abschlüsse und Zeugnisse auch nachweisen kann.
Viele Kunden geben sich nicht mit der Aussage zufrieden, dass der Lektor über eine Sache Bescheid weiß, sie möchten schwarz auf weiß sehen, dass der Freiberufler diese erlernt und vermittelt bekommen hat.
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