Ein Lektor, der sein Honorar überdenkt, wird sicherlich zuerst einmal vor großen Rätseln stehen.
Wie hoch darf das Honorar sein, damit die Kunden interessiert sind?
Sie sollen schließlich nicht durch ein zu hohes Honorar abgeschreckt werden, aber auch umgekehrt nicht denken, dass ein sehr niedriges Honorar für schlechte Qualität steht – ein leicht nachzuvollziehender Gedanke.
Es kann also nicht einfach von einem Stundensatz ausgegangen werden, dieser muss gerechtfertigt und gut durchdacht sein.
Kalkulieren Sie Ihr Honorar als Lektor als gewissenhaft und bedenken Sie alle Ausgaben, die mit den Einnahmen aus Korrekturlesen und Co. gedeckt werden müssen.
Der Honorarrechner soll Ihnen dabei helfen, das perfekte Honorar zu finden.
Doch das ist weit gefehlt! Erst durch eine komplette eigene Kalkulation kann herausgefunden werden, welche Kosten gedeckt werden müssen – ob betrieblich oder privat – und wo vielleicht zumindest anfangs gespart werden muss.
In das Honorar müssen sämtliche Kosten mit einfließen und natürlich soll am Ende auch noch ein Gewinn übrig bleiben. Hinzu kommt, dass der gefundene Preis wettbewerbsfähig sein muss, nicht zu hoch und nicht zu niedrig, und sich an die eigene Leistung anpassen muss.
Mit Hilfe des Honorarrechners kann der Freiberufler den optimalen Preis für sich selbst finden.
Honorar-Rechner für Freiberufler
Denken Sie zuerst über Ihre privaten Ausgaben nach.
Welche Ausgaben entstehen Ihnen regelmäßig in welcher Höhe?
Hier zählt zum Beispiel die Miete hinein, auch Ausgaben für Strom, Wasser, Abwasser oder die Müllabfuhr wollen bedacht sein.
Es kann sinnvoll sein, eine Zeitlang ein Haushaltsbuch zu führen, in dem alle Kosten aufgeschrieben werden. Ausgaben für die eigene Person, wie die Kranken- und Rentenversicherung, die Haftpflichtversicherung etc. müssen ebenfalls bedacht werden. Kosten für die Lebensführung entstehen, Familien müssen die Ausgaben für die lieben Kleinen mit bedenken (Schulbücher, Gebühren für die Kita, usw.).
Nun folgt der kalkulatorische Gewinn. Dabei wird von einer Summe ausgegangen,
die mindestens erwirtschaftet werden muss, damit die Kosten gedeckt sind.
In die
Kosten fließen aber neben den privaten Ausgaben auch die betrieblichen Ausgaben mit ein.
Das sind Kosten für Miete, Strom, Telefon und Internet, Mitarbeiter, Reisen, Büromaterialien, Versicherungen (Berufshaftpflicht), Zinsen für Kredite oder die Kosten für den Steuerberater.
Hier sollten Sie akribisch vorgehen, denn häufig sind es gerade die kleinen Beträge, die bei der Honorarkalkulation gern vergessen werden und die später dazu führen, dass sich eine höhere Summe von Ausgaben anstaut, die dann über das zu niedrig angelegte Honorar gedeckt werden müssen.
Als Lektor haben Sie sicherlich mit vielen unproduktiven Stunden zu tun, das heißt Stunden, die nicht direkt einem Kunden in Rechnung gestellt werden können.
Zum Beispiel Zeiten, in denen Sie Eigenwerbung betreiben, die Ablage organisieren oder anderen verwalterischen Tätigkeiten nachgehen, können Sie für sich zwar als produktiv verbuchen, jedoch nicht einem Kunden gegenüber. Diese Stunden müssen aber durch die bezahlten Stunden wieder erwirtschaftet werden, das heißt, das Honorar muss entsprechend höher ausfallen.
Wenn all das bedacht ist, liefert der Honorarrechner am Ende ein Honorar, das sämtliche Kosten deckt und mit dem sogar noch ein Gewinn erwirtschaftet werden kann.
Vergleichen Sie das Honorar zum Abschluss mit Preisen der Konkurrenz.
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